Wissenschaft und Lehre, Grundlage für jeden wissbegierigen Studenten

Forscherin an Mikroskop in Labor

Unter dem Begriff der Wissenschaft versteht man eine Methode des Denkens und Handelns, mit deren Hilfe man die Wahrheit einer Aussage in Abhängigkeit von Logik und Nachweisbarkeit in Verbindung bringen kann. Dabei wird die Universität als Ort der Wissensvermittlung als sog. Wissenschaftsbetrieb bezeichnet. Eine der ersten Universitäten in Form einer frühen Form dieser dokumentierten Wissensvermittlung findet man bereits in der antiken Zeit des frühen Griechenlands, als die Vorläufer der heutigen Universitäten entstanden. Damals gab es natürlich noch keine Studiengänge im heutigen Sinne, sondern die Vermittlung der Kenntnisse und Erkenntnisse erfolgte auf der Basis einer allgemeinen Lehre.

Als Vermittler von Wissen treten an Universitäten neben dem Lehrer und Dozenten in Übungskursen vorwiegend Professoren in Vorlesungen in Aktion. Sie sind auch die jeweiligen Ansprechpartner der Studenten ihres Fachs für evtl. Fragen und Probleme in Bezug auf den fachlichen Hintergrund des Studiums. Auch für die Anfertigung von Projekt-, Haus-, Seminar- und Forschungsarbeiten stehen sie ihren Studenten mit Rat und Tat zur Seite.

Grundsätzlich steht der Wissenschaftsbetrieb jedem Studenten oder anderem interessierten Bürger offen und ist nicht an Bedingungen und Voraussetzungen geknüpft. Zudem unterliegt die wissenschaftliche Betätigung im Rahmen bestimmter Forschungen außerhalb des industriellen oder akademischen Wissenschaftsbetrieb der sog. Forschungsfreiheit, die auch gesetzlich verbrieft ist und somit nicht verboten werden kann. Jedem Bürger steht also das Recht zu, seine individuelle Neugier zu befriedigen.

Auch wurden gerade im Bereich der interdisziplinären Forschung in den vergangenen Jahren einschlägige Institute mit staatlicher und privater Investitionshilfe geschaffen, in deren Rahmen universitäre und industrielle Forschung und Lehre in Form eines sog. Wissenschafts- bzw. Wissenstransfers zusammenwirken (sollen). Viele – vor allem große – Unternehmen verfügen darüber hinaus aber auch über eigene Abteilungen der Forschung und Entwicklung, die ebenfalls Grundlagenforschung in einem finanziell vertretbaren Rahmen betreiben.

Die Forschung und Lehre unterliegt aber in jedem Fall und in jedem Rahmen dem Grundsatz, dass immer gezweifelt werden darf, denn nicht jede logische Aussage ist auch wahr. Dies ist ein Punkt, an dem schon so mancher Student – vor allem in den Anfangssemestern – fast verzweifelt ist. Dabei gibt es aber eine strikte Trennung zwischen den Termini der Forschung und der Lehre. Grundsätzlich wird die Weitergabe und Vermittlung von Wissen als Lehre bezeichnet, wobei man bei der wissenschaftlich-experimentellen Praxis von einer Forschung spricht. Diese Darstellung der Wissenschaftsbereiche ist für jedes Fach und für alle universitären Studiengänge gleichermaßen bindend.

Dabei gilt die Wissenschaft als ein sog. institutioneller, historischer und gesellschaftlicher Rahmen, in dem die Forschung und Lehre organisiert wird. Hierzu gehört nach eben dieser Definition auch der gesamte Umfang des menschlichen erworbenen oder überlieferten Wissens inkl. der jeweiligen Grundsätze und Grundlagen. Forschung ohne Lehre ist von diesem Standpunkt aus so undenkbar wie Lehre ohne Forschung.